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Branchennews > Rohölnotierungen stabilisieren sich bei über 60 Dollar pro Barrel
+++ KURZ +++ NOTIERT +++ 22. Juli +++

Rohölnotierungen stabilisieren sich bei über 60 Dollar pro Barrel
Nachdem die Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) am gestrigen Abend unerwartet hohe Bestandsaufbauten ausgewiesen hatten warten die Marktteilnehmer heute Nachmittag auf die Daten des Department of Energy (DOE). Hier wird sich zeigen ob sich die Werte bestätigen werden, denn bislang führten sie dazu, dass der Aufwärtstrend der letzten zehn Tage stoppte und Abwärtskorrekturen einsetzten. Hinzu gesellen sich wieder verstärkt Fundamentalfaktoren, wie schwache Nachfrage bei starkem Angebot und die Dollar/Euro-Kursentwicklung. Heute Vormittag lag daher Rohöl der Sorte WTI an der NYMEX wieder unter 65 Dollar pro Barrel. Die Leitsorte Brent notierte bei knapp etwas 66 Dollar pro Barrel. 
Die Heizölpreise in der Bundesrepublik dürften sich heute in Erwartung lediglich kleinerer Anpassungen im Vergleich zum Vortag kaum verändern. 


Wirkung von Umweltzonen nicht erwiesen 
BERLIN. - Umweltzonen werden seit ihrer Einführung widersprüchlich diskutiert - ihre Wirkung ist umstritten. Am 31. Mai 2009 endete der Berichtszeitraum für die Daten aus den Messstationen für das Jahr 2008. Eine Auswertung durch das Umweltbundesamt liegt bislang noch nicht vor. Die Europäische Forschungsgemeinschaft für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor e.V. (EUGT) mahnt deshalb zur Sachlichkeit in der Diskussion um gesundheitliche Auswirkungen von Feinstaub-Immissionen.
Mittlerweile gibt es in Deutschland über 30 Umweltzonen. Neben dem Verkehr tragen jedoch zahlreiche andere Quellen wie Heizungsanlagen, industrielle Abgase oder auch die Landwirtschaft zur Luftbelastung mit Feinstaub bei. Aus Sicht von EUGT dürfen die verkehrsbedingten Emissionen nicht isoliert betrachtet werden. "Inwieweit Umweltzonen tatsächlich zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität führen und damit auch zu einer Verbesserung der Gesundheit beitragen, ist bislang nicht abzuschätzen“, so Prof. Helmut Greim, Vorsitzender des Forschungsbeirats der EUGT.
Forschungsbedarf sieht EUGT jedoch nicht nur mit Blick auf Emissionsquellen, sondern insbesondere hinsichtlich der Abgrenzung der Wirkungen einzelner Luftschadstoffe. Neben Feinstaub spielen andere Luftkomponenten, wie NO2 oder Ozon eine bedeutende Rolle, werden jedoch nicht getrennt voneinander betrachtet. "Es steht zwar völlig außer Frage, dass Feinstaub ein gesundheitliches Problem darstellt. Allerdings ist ein Mensch niemals nur einem Luftschadstoff allein ausgesetzt", erläutert Prof. David Groneberg, Direktor des Instituts für Arbeitsmedizin der Berliner Universitätsklinik Charité und Mitglied im EUGT-Forschungsbeirat. Zwar seien die negativen Einflüsse einer chronischen Feinstaubbelastung mittlerweile durch eine große Zahl epidemiologischer und experimenteller Studien belegt, auf dem Sektor der Umweltwirkungsforschung gebe es jedoch noch eine Vielzahl offener Fragen und Ungenauigkeiten. "Die einzelnen Ergebnisse müssen mit großer Sorgfalt überprüft und repliziert werden, sonst besteht die Gefahr von Fehlinterpretationen aufgrund ungesicherter Daten", rät der Wissenschaftler.
Über EUGT:
Die Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor e.V. (EUGT) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Aus- und Wechselwirkungen zwischen Emissionen und Immissionen und Gesundheit intensiver zu untersuchen, um Wege zu finden, mögliche gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Gegründet wurde EUGT 2007 von den Unternehmen BMW, Bosch, Daimler und Volkswagen. (www.eugt.org)



dena-Spartipps: Sparen beim Fahren

BERLIN. - Wer demnächst mit dem Auto in den Urlaub startet, ist gut beraten seinen Spritverbrauch im Auge zu behalten. So steigt bei hohen Geschwindigkeiten der Spritverbrauch überproportional an. Wer eine Fahrgeschwindigkeit von maximal 130 km/h wählt und weitere Tipps beachtet, kann schnell nach dena-Angaben 50 Euro und mehr für die Urlaubskasse einsparen*. Die Initiative "ich & mein auto" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt, um spritsparend in den Urlaub und wieder nach Hause zu kommen:

Tipp 1:
Vor Beginn des Urlaubs sollte jeder Pkw-Nutzer den Reifendruck seines Fahrzeugs prüfen. Maßstab sollte das beladene Fahrzeug sein. Hier gilt die Faustregel: Angabe des Fahrzeugherstellers für den jeweiligen Beladungszustand plus 0,2 bar. Ein zu geringer Reifendruck erhöht den Kraftstoffverbrauch um bis zu zwei Prozent. Außerdem garantieren nur optimal gefüllte Reifen höchste Sicherheit.

Tipp 2:
Wer zum Beispiel auf der Fahrt von Stuttgart nach Büsum und zurück auf den Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbeschränkung statt 160 km/h hundertdreißig fährt, kann bis zu 20 Liter Sprit und damit rund 30 Euro sparen.

Tipp 3:
Auch die Klimaanlage verbraucht Kraftstoff. Je nach Fahrzeug und Anwendung verursachen die meisten Klimaanlagen einen Mehrverbrauch zwischen 1 und 2 Litern auf 100 Kilometern. So können schnell zusätzliche Spritkosten von 20 bis 40 Euro zusammenkommen. Die dena empfiehlt die Klimaanlage sinnvoll einzusetzen. 5 Grad weniger als die Außentemperatur reichen vollkommen aus. Im Stadtverkehr kann die Klimaanlage ganz ausgeschaltet werden. Stattdessen sorgen dann offene Fenster und das Schiebedach für Abkühlung. Bei Geschwindigkeiten über 50 km/h ist hingegen auf geschlossene Fenster zu achten.

Tipp 4:
Fahrräder auf dem Dach erhöhen ab Tempo 100 aufgrund des hohen Luftwiderstands den Spritverbrauch um rund 40 Prozent. Für einen Kurzurlaub kann es sinnvoller sein, die Fahrräder am Urlaubsort zu leihen anstatt die eigenen Fahrräder mit dem Auto zu transportieren.
Autofahrer, die zudem vorausschauend fahren und richtig schalten, können ihre Spritkosten weiter senken und auch damit die Urlaubskasse entlasten. Wer wissen will, wie hoch das persönliche Spritsparpotenzial ist, kann den interaktiven Spritsparcheck der Initiative unter www.ichundmeinauto.info nutzen.
"ich & mein auto" ist eine Aktionsplattform für die effiziente Pkw-Nutzung. Sie wird von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und Partnern aus der Wirtschaft getragen sowie durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

* Berechnungsgrundlage: Spritpreis von 1,31 Euro pro Liter, Mittelklasse-Pkw mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,4 Liter, Urlaubsstrecke von 1.600 Kilometern (entspricht Hin- und Rückfahrt Stuttgart - Büsum).


Fresenius-Fachtagung "Abfallrecht 2009"
DORTMUND/KÖLN. - Die Novelle des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes ist Schwerpunkt des Fachtreffens vom 6. bis 7. Oktober 2009 in Köln.
Bis zum 12. Dezember 2010 hat der deutsche Gesetzgeber Zeit, die Vorgaben der novellierten EU-Afallrahmenrichtlinie umzusetzen. Das Bundesumweltministerium arbeitet bereits an einer Novelle des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Öffentlich-rechtliche und private Entsorgungsträger sind gespannt: Die erste Runde des so genannten "Kampfes ums Altpapier" wurde jüngst vom Bundesverwaltungsgericht zugunsten der Kommunen entschieden. Doch die Verbände der privaten Entsorgungswirtschaft haben sich bereits formiert, um in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Einfluss auf den Gesetzgeber auszuüben. Informationen aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen bietet die Fachtagung "Abfallrecht 2009", zu der die Umweltakademie Fresenius am 6. und 7. Juli nach Köln einlädt. 
Auf der Referentenliste stehen Vertreter des Bundesumweltministeriums und des Bundesumweltamts ebenso wie Rechtsexperten, Wissenschaftler, Berater, Verbands- und Unternehmensvertreter. Die Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie wird aus Sicht der Unternehmen, der Kommunen und des Gesetzgebers unter Berücksichtigung EG-rechtlicher Vorgaben betrachtet. Strategien und Erfahrungen aus 20 Jahren Abfallwirtschaft in Europa stehen ebenso auf der Agenda. Tag zwei der Fresenius-Fachtagung befasst sich mit Müllverbrennungsanlagen, Sekundärrohstoffen und Abfallüberlassungspflichten sowie mit "Besten verfügbaren Techniken" und mit der Einführung des elektronischen Nachweisverfahrens.

Referenten
* Dr. Hubert Baier, neovis
* Dr. Rainer Cosson, Bundesvereinigung deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen
* Dr. Martin Dieckmann, Esche Schümann Commichau
* Markus Gleis, Umweltbundesamt
* Dr. Manfred Harant, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
* Dr. Manuela Hurst, Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung
* Prof. Siegfried Kalmbach, Beuth Hochschule für Technik Berlin
* Dr. Beate Kummer, Kummer Umweltkommunikation
* MinR Dr. Frank Petersen, Bundesumweltministerium
* Dr. Peter Queitsch, Kommunal- und Abwasserberatung NRW
* Prof. Dr. Clemens Weidemann, Gleiss Lutz
* Dr. Ingo Wittenberg, Bayer Business Services

Das komplette Programm im Internet: www.umweltakademie-fresenius.de 
Die Umweltakademie Fresenius ist ein Geschäftsbereich der Akademie Fresenius.


Erdgasimporte: Mai 2009
ESCHBORN. - Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat Mai 2009 mit 257.764 Terajoule um 12,5 Prozent unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (294.494 Terajoule).
Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im Mai 2009 mit 5.706,12 Euro (dieses entspricht ca. 2,05 Cent pro Kilowattstunde) um 7,8 Prozent unter dem Preis im April 2009 (6.190,84 Euro). Gegenüber Mai 2008 (7.079,85 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 19,4 Prozent gesunken.
Im Berichtszeitraum Juni 2008 bis Mai 2009 lagen die Erdgasimporte mit 3.182.419 Terajoule um 13,3 Prozent unter der entsprechenden Menge der Referenzperiode Juni 2007 bis Mai 2008 (3.670.070 Terajoule).
Die drei wichtigsten Lieferländer waren in den letzten 12 Monaten die Russische Föderation (1.229.398 Terajoule), Norwegen (1.179.534 Terajoule) und Niederlande (601.681 Terajoule).
Der Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug im Berichtszeitraum Juni 2008 bis Mai 2009 24,720 Milliarden Euro im Vergleich zu 22,074 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im betrachteten zwölfmonatigen Zeitraum im Vergleich zur Referenzperiode um 29,2 Prozent von 6.014,54 Euro auf 7.767,82 Euro pro Terajoule Erdgas gestiegen.
Der Grenzübergangspreis zeigt den Preis des Erdgases an der deutschen Grenze und folgt in der Regel mit einer gewissen Zeitverzögerung den Preisen für Mineralöl. 
Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)